Aleppo
2.3
(4)

Aleppo

 

Die Füchsin bleibt stumm, hält Abstand, jeden Augenblick bereit sich zu verziehen in den Büschen. Der lange Schwanz streift die Erde. Ihre Augen unruhig, nach allen Seiten blickend. Ihr schlanker Körper, das schmale Gesicht. Die Füchsin ist schön.

Wir beneiden sie ihrer Schönheit wegen. Wir strecken unsere Hände nach ihr, um sie zu locken. Vorsichtig kommt sie ein Stück näher, zieht sich hastig zurück in die Sicherheit des Busches, über dem die Grillen in den Tag hinein singen.

Sie wird uns ihre Geschichte nicht erzählen.

Wir laufen nackt hinunter zum Meer, umarmen uns in den Wellen.

Wir haben schwarze Steine gelegt auf dem Weg zum Dorf, in dem wir das Nötigste kaufen. Die Füchsin folgt uns ein Stück, Abstand haltend.

Am Abend besucht uns der Fischer, der ganz alleine in der nächsten Bucht wohnt.  Die Füchsin und der Fischer sind in den nächsten Monaten unsere Freunde. Auch er kann uns nicht die Geschichte der Füchsin erzählen.

Er breitet seinen Fang aus in dem Gebäude unter den Olivenbäumen, in dem die Feuerstelle wartet benutzt zu werden. Er schneidet Knoblauch, salzt die Fische, legt Rosmariennadeln auf sie. Aus der Glut zischt es.

Der Geruch nach gebratenem Fisch zieht die Füchsin an, aber sie wagt es nicht, den Raum zu betreten.

Wir sitzen mit dem Fischer im Schatten des Hauses, mit Blick auf das Meer und …. [Ganze Geschichte im Worddokument lesen >>> ]

Name der Autorin/des Autors
Petra Magdalena Kammerer
Aleppo

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.