**** (Es wird dunkel)
4.8
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Es wird dunkel. Ein Grollen rollt in die Nacht hinein

Steinigt meine Libellenträume

Opa reitet sein Pferd und weint

irgendwo zwischen der Front und den Bergen

Dann spielen wir Krieg im Hof

die Jungs kämpfen ernsthaft

Danach bin ich wach, es ist schon der zwanzigste Tag

Es bleibt dunkel. Wir nehmen die Trauer mit ins Bett

Ein untröstlicher Bauer ist noch unterwegs unter meinen Lidern

Gelähmt vor Schmerz, vor Angst heulte ich wie ein Kind

auf dem Rücken des Tieres …

Mein armer Freund, mein armer Boden, die

von so viel Tod und Krater wie verrückt wieherten

Wir fanden nie mehr zurück, nie mehr einen Gott zum Glauben

Schwer gehen die Augen auf. Ganz nah steigt erschreckender Rauch

Es sollte gerade heller werden. Die Vögel übten wieder die Frühlingslieder

Aber die ersten Vorboten – unmenschlich laut

zerrissen unsere Haut. Allein die Hoffnung flüstert noch

Über uns richten sich schwarze Geister auf

Wortlos sehen wir uns an, während die Kinder plötzlich ergrauen

Und immer so fort in die taube Zeit

mit den schlaflosen Gebeten

Und immer so fort in uns hinein das Grollen der Raketen

Name der Autorin/des Autors
Tania Rupel Tera
Einverständnis
einverstanden
**** (Es wird dunkel)

2 Kommentare zu „**** (Es wird dunkel)

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