Mauer in meinem Kopf

Mauer in meinem Kopf.

Mauer in deinem.

Wir gehen aufeinander zu.

Die Mauern beben.

Sie sind fest. Werden sogar höher.

Du kommst näher. Ich betrachte deine …

Seltsam.

Ich habe dasselbe auf meiner geschrieben.

Du greifst nach einem Stein.

Bewirfst mich.

Ich nehme auch einen

und ziele auf deine Schrift –

Liebe

Die Länder unseres Kontinents Europa brauchten all die Jahre, um nach dem ersten und zweiten Weltkrieg langsam zurück ins friedliche Leben zu finden. Irgendwann wurde eine große Mauer zwischen Ost und West gebaut. Als sie stürzte, konnten wir  uns wieder entdecken, unsere kleinen Unterschiede erkunden und dabei die doch großen Ähnlichkeiten erkennen. Wir erschufen eine Union – EU, in der wir frei reisen konnten, um zu arbeiten, in den Urlaub zu fahren oder einfach so aus Freiheitsgefühl… Und nun ist die nächste Herausforderung da. Ein Virus ändert uns, ändert unser Leben. Plötzlich verlieren wir in der Panik so schnell, was wir erreicht haben. Die Grenzen sind wieder dicht, wir bekämpfen uns um  Masken, helfen kaum denen, die es in diesem Moment am schwersten haben. Jeder Staat kocht jenes salzlose, fade Süppchen für sich. Erneut stehen die Mauern – alte und neue – zwischen uns, so schnell sind sie auch in unsere Köpfe zurückgekehrt.

Name der Autorin/des Autors
Tania Rupel Tera
Link zur AutorInnen-Website
Mauer in meinem Kopf

Ein Kommentar zu „Mauer in meinem Kopf

  • 26. Mai 2020 um 8:23
    Permalink

    Gut!
    lieber Gruß Marie-Sophie Michel

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