April Neunzehnhundertsechundachtzig
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April Neunzehnhundertsechsundachtzig

Wir –
du und ich –
haben
Tschernobyl
in uns aufgenommen.

Nach dem fallout –
strahlendes
frühlingswetter

und wir –
sitzend
lehnend

auf steinplatten am fluß

die stärker strahlen
als der rasen.

Wir –
trotz unseres wissens
aus vergeblichem widerstand

wie wenig
wir
doch wussten.

Name der Autorin/des Autors
Cony Lohmeier
April Neunzehnhundertsechundachtzig

3 Kommentare zu „April Neunzehnhundertsechundachtzig

  • 23. April 2021 um 14:40 Uhr
    Permalink

    Eine wesentliche Erkenntnis auf den Punkt gebracht.

    Antworten
  • 19. April 2021 um 11:20 Uhr
    Permalink

    Der Minimalismus und der Inhalt dieses Gedichtes macht mir Gänsehaut und trifft mich gerade deshalb in meinen Tiefen. Deine Texte sind ein wichtiges Element im Verband der Freien Deutschen Autoren, Landesverband Bayern. Ich danke Dir!

    Antworten

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