Leben im White-Room

Leben im White-Room

Text mit Musik „Summer Folk“, ForeverSound

Hey, ich hab gehört, dass der Tag gekommen sei
mit diesem reinen Himmel, hier über Sun City
und diesem schwarzen, dort, über dem Teich.

Ich hab gehört, dass die Träume reif seien,
wie die Früchte der Bäume Gleichheit und Liebe.
Doch wir alle wissen, wie das Leben so ist.

Ja, Freunde,

es lässt sich träumen, hier, es lässt sich lügen, hier,
es lässt sich die Schande, hier, auf der Haut der anderen sehen.

So viele von uns Knien nieder –  in der Pose des Siegers,
hier, in diesem White Room der Geschichte.
Die Faust gehoben, wie die Helden der Black Box,
oder Lady Liberty, mit der Flamme der Hoffnung.

Die Wahrheit, Freunde, lebt in unseren Gedanken
und den Melodien unserer Sprache,
und zeigt uns nackt in den Kleidern unseres Protests.

Darum, Freunde,            

Lasst uns, lasst uns nicht länger träumen, lasst uns nicht länger lügen
und lasst uns die Schande nicht länger auf der Haut der anderen sehen.

Denn einmal, einmal nur
wollen wir im Himmel steh‘n
diesem Himmel der Gerechtigkeit
einmal nur,
gemeinsam,
wir würden frei sein.

Name der Autorin/des Autors
Franz Westner
Leben im White-Room

Ein Kommentar zu „Leben im White-Room

  • 26. Juni 2020 um 1:12
    Permalink

    Lieber Franz,
    der Text beeindruckt mich tief, dass ich ihn in mein Leben integrieren möchte.
    Eine so klare und aufrüttelnde Sprache.
    Macht Mut, in solch starken Bildern zu denken und sie niederzuschreiben,

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.